Ohne einen leckeren Kaffee fängt der Tag nicht so an wie er sollte. Deswegen konsumieren Millionen Menschen, so auch ich täglich meinen Kaffee. Aber wie kommt dieser zu uns in unsere Tassen?
Die bekanntesten Nationen, in denen Kaffee angebaut wird, sind unter anderem Äthiopien, Brasilien oder aus Mittelamerika. Es fängt alles bei einem Kaffeebauern an. Er pflanzt per Hand, meistens erst in so genannten „Baumschulen“, die Kaffeepflanzen ein. Dort wachsen die Pflanze die ersten 6-8 Monate heran. Erst wenn die Pflänzchen stark genug sind werden sie von den Plantagenbauern, erneut per Hand in ihre Plantagen umgepflanzt. Bis daraus ein richtiger Kaffeestrauch wird, vergehen etwa 4-5 Jahre. Wenn die Farbe der Kaffeekirschen rot wird, kann gepflückt werden. Zwar ist die maschinelle Pflückung schneller, doch ist die beste Art des Pflückens die "von Hand". Um einen Sack Rohkaffee zu 60 Kilogramm zu füllen, braucht man etwa 100 gut tragende Bäume. Dafür arbeiten oft ganze Familien. So werden die Kaffeebohnen geerntet und danach, wieder von Hand, nach Qualität sortiert. Während dieser Zeit entwickelt sich das Kaffeearoma. Die fertigen Kaffeebohnen werden in Jutesäcke bis zu 70 Kg abgesackt. Diese Säcke in Container geladen und per Schiff in die Konsumländer, also auch zu uns geschickt. Die Überfahrt dauert heute ca. 3-4 Wochen.
Später können wir den Kaffee im Supermarkt oder bei einem Fachhändler kaufen. In unseren Kaffeeregal finden wir unzählige Sorten. Die grossen Supermärkte, aber auch jeder andere Kaffeeverkäufer, haben einen Lieferanten. Dieser liefert den Kaffee Palettenweise an. Der Großhändler wiederum bezieht den Kaffee oftmals direkt von der Kaffeerösterei. Diese Röstereien findet man meistens in Norddeutschland oder an den großen und zentralen Handelsumschlagplätzen. In Deutschland sind dies vor allem Hamburg und Bremen, letztere Stadt war übrigens die erste Stadt Deutschlands in der Kaffee angeliefert und auch getrunken wurde.
Ich gehe dann nur noch zum Migros und habe einzeln den direkten Kontakt zu den Verkäufern.
Wenn ich mir den Weg des Kaffees anschaue, verstehe ich, dass man dieses Konsumgut nicht nur wegen seines Geschmacks auch „Schwarzes Gold“ nennt.
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Es ist unglaublich, welchen weiten Weg der Kaffee bis zu uns hinter sich hat und welche Kosten abgedeckt werden müssen. Leider bekommen die Arbeitern nur einen sehr kleinen Anteil am gesamten Verkaufsbetrag. Aus diesem Grund achte ich beim Kaffeeeinkauf oder beim Kauf von Bananen auf das Siegel Max Havelaar, welches fairere Preise verspricht...
AntwortenLöschenDer liebe Kaffee. Ich kann mir ein Leben ohne Kaffe auch schwer vorstellen. Es ist schon beeindruckend welchen Weg der schwarze Gold hinter sich lässt und wie die Verteilung von dem Gewinn aus dem Verkauf abläuft. Die Menschen, die den Kaffee ernten sind die ärmsten in der Kette und der Kaffeeexportuer fährt Rolls royce.
AntwortenLöschenDas ist doch immer das Gleiche mit der gerechten Verteilung. Es ist natürlich schwierig zu sagen ich baue jetzt hier Kaffee an, dann wirds fairer. Kaffefpflanzen wachsen hier genauso ungern wie Bananen. Wir könnten natürlich einfach auf alles verzichten :)
Djamila