Donnerstag, 12. März 2009

Achtung Achtung!

Also so recht weiss ich nicht, was jetzt zu diesem Punkt schreiben soll. Achtsamkeit in dieser Situation, in der wir uns befinden ist relativ auf Eis gelegt. Ich bin so achtsam wie es meine mentale Stimmung gerade zulässt. Um meiner personalen Umwelt nicht zu schaden ziehe ich mich eher zurück. Ansonsten denke ich, dass Achtsamkeit eine massgebliche Kompetenz in unserem Beruf sein sollte.
Aber um mich der Aufgabe zu stellen habe ich mir ein paar wenige achtsame Momente herausgesucht. Achtsam heisst auch Achtung haben vor etwas oder jemandem. Ich persönlich muss gerade ganz achtsam die Bedürfnisse meiner Tochter wahrnehmen, gerate dabei aber immer wieder in einen Konflikt mit meinen eigenen Ansprüchen. Da ich aber noch voll zuständig für ihre Belange bin muss ich eigentlich doppelt denken, fühlen und handeln. Ich bin aber auch achtsam gegenüber Menschen, die ich nicht kenne. Es nervt mich ungemein, wenn ich aus dem Zug aussteigen möchte und die Wartenden von daussen drängeln sich schon durch die Tür. Ich achte beim Einkauf an der Kasse darauf, ob hinter mir jemand nur einen Artikel in der Hand hält. Dann lasse ich ihn/sie sicher vor. Was ich in der Umwelt besonders stark wahrnehme ist der Dreck den einige Menschen gern auf den Boden schmeißen und sich nicht um die Entsorgung kümmern. Achtsamkeit hat eine satrk soziale Komponente die leider für viele nicht selbstverständlich ist. Achtsamkeit ist so vielfältig :)

3 Kommentare:

  1. Liebe Djamila
    Beim lesen deines Beitrags wurde mir die Vielfalt von Achtsamkeit bewusst. Ich selber habe gar nicht so weit gedacht, gerade den Bezug Acht geben auf andere Menschen, im speziellen Kinder aber auch Acht geben auf sich selbst.
    Mit unserer Wahrnhemung ist es es wie mit dem Autofahren: so viele verschiedene Eindrücke, vieles muss fast zeitgleich erledigt werden, das ganz ist fast ununterbrochen in Bewegung und braucht auch Energy. In diesem Sinne hoffe ich wir finden mit unseren Wachsamen Augen immer wieder auch eine Tankstelle.

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  2. Du schreibst "achtsam heisst auch Achtung haben vor etwas oder jemandem" - ich finde diese Aussage sehr passend. Es geht nicht nur um die Umwelt, sondern auch um das Umfeld.... also die ganze Umwelt und nicht nur um die Natur. Diesen Aspekt habe ich ganz weggelassen.
    In einer Zeit, in der wir unter Druck stehen und an so vieles gleichzeitig denken müssen, ist es umso schwieriger achtsam zu sein und doch wissen wir wie wichtig es ist, für unser Zusammenleben und das Wohlbefinden aller.

    Mehr Achtsamkeit und damit auch Respekt unseren Mitmenschen, Umwelt, aber auch Situationen gegenüber würden unser Leben in jedem Fall angenehmer werden lassen. Es ist etwas, das immer auf Gegenseitigkeit beruht.

    Machs gut und gib auf dich Acht !

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  3. Meine Lieben!
    Ich frage mich, wie Menschen achtsam werden. Ist es eine genetisch vorgegebene Anlage oder kann sie gelernt werden?
    Als angehende Lehrerin und Mutter muss ich daran glauben, dass Achtsamkeit lernbar ist und dass die Vorbilder einen wesentlichen Einfluss haben. Das heisst, je achtsamer ich als Vorbild bin, desto achsamer werden die Schülerinnen und Schüler sein.
    Aus diesem Grunde versuche ich, mich nicht zu sehr ob dem Verhalten anderer zu ärgern, sondern meine eigene Achtsamkeit zu trainieren.
    In der angespannten Situation, in der wir uns momental befinden, liegt die Kunst für mich klar darin, punktuell wahrzunehmen. Ich probliere dabei, mich ganz auf eine Situation, eine Person, einen Moment einzulassen - um nachher meine Wahrnehmung wieder auf mich selber richten zu können und dabei neu aufzutanken.
    In diesem Sinne wünsche ich Euch ein erholsames Wochendende!
    Nelly

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