Dienstag, 17. März 2009

Eine Stunde in der Natur

Ich bin vergangenen Sonntag mit einem Boot über den Walensee gefahren. Es hatte massiven Oberwind und aus diesem Grund hatte es einen hohen Wellengang.

Ich machte mir bei dieser Überfahrt Gedanken wie wir Menschen zu der Natur stehen. Wieso fahren wir überhaupt mit Schiffen über den See? Ich gehe davon aus, dass die Menschen usprünglich Schiffe gebaut haben um die Natur zu "überwinden" und an Nahrung zu kommen. Im Verlaufe seiner Evaluation hat der Mensch weitere Möglichkeiten gefunden die Natur in den Grifff zu bekommen. Heute fliegen die Menschen in den Weltraum und tauchen in die Tiefsee. Ist schon faszinierend, was unsere Mitmenschen schon alles geschafft haben.

In dem Moment als ich mich fragte ob die Natur sich nicht wehrt, fuhren wir am anderen Ufer an die Anlegestelle. Der Kapitän erzählte uns wie letzte Nacht einen ungefähr ein Kubikmeter grösse sich von der Felswand weit oben in der Churfirsten gelöst hat und herunter gefallen ist.

Dieser hängt jetzt zwischen zwei Bäumen und gibt ein ziemlich komisches Bild ab. Zum Glück richtete er auf seinem Weg nach unten keinen gravierenden Sachschaden und auch keinen Personenschaden an. Allerdings zerstörte er an seinem Endstandort die Schiffsaufziehanlage und zerdrückte ein Boot.

Ich glaube, die Natur ist uns trotz allen Mitteln und Erfindungen weit überlegen. In einem kutzen Moment kann die Natur vieles zerstören, was die Menschen jahrelang aufgebaut haben.

3 Kommentare:

  1. Ebenso wie du suchte ich in meinem Spaziergang den Walensee auf :-)Vielleicht handelt es sich um einen Kraftort?

    Alle Rohstoffe mit welchen wir "unsere Welt" aufgebaut haben, stammen aus der Natur. Ich betrachte uns als vorübergehende Besucher und Nutzer der Natur. Wenn es zu sogenannten Naturkatastrophen kommt, wie der Tsunami, wird einem bewusst, welch grosse Macht Naturgewalten haben.

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  2. Auch ich bin der Meinung, dass wir der Natur unterlegen sind. Wie du ja weisst, fahre ich Kajak in Wildbächen. Dort spüre ich am besten, was die Natur für eine Kraft hat. Beim Kajaken spiele ich gegen diese Kraft, übernimmt aber das Wasser die Überhand wird es extrem gefährlich. Dies habe ich letzen Frühling im Tessin zu spüren bekommen, als ich unter Wasser in einem Baum hängenblieb und mich nur durch viel Glück und Anstrengung befreien konnte.
    Wir sollten die Natur nie unterschätzen und sie aber lieben und schützen, denn wie Rita sagt, wir sind lediglich Besucher und ein winziger schwacher Teil davon

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  3. Ich bin auch der Meinung, dass sich die Natur wehrt und wir sie unterschätzen. Wir Menschen haben das Gefühl über alles zu herrschen und vergessen dabei, dass uns die Natur gar nicht gehört, sondern wir einfach ein kleiner Teil davon sind.

    Ich hoffe einfach, dass wir es genug früh merken und reagieren können. Wir haben der Natur so viel gestohlen und sollten nun wieder zurückgeben.

    Trotzdem hoffe ich natürlich, dass sich so ein Felsbrocken nicht so schnell wieder lösen wird. Wer weiss, was das nächste Mal passiert...

    Ein schönes Wochenende.

    LG Nathalie Pfiffner 06 G e

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