Dieser Wochenimpuls stimmte mich nachdenklich. Lebe ich zur Zeit achtsam?
Meine Überlegungen gingen sofort in Richtung meiner Mitmenschen. Wann habe ich mich zum letzten Mal bei einer alten Freundin oder einem alten Freund einfach so gemeldet? Ich merkte dadurch, dass ich fast sämtliche soziale Kontakte seit Beginn des 6. Semesters auf Eis gelegt habe.
Schlimmer jedoch fand ich die Tatsache, dass ich mit meinen Eltern seit fast einer Woche nicht mehr gesprochen habe. Hier ist zu erwähnen, dass ich noch zu Hause wohne. Irgendwie kreuzen sich unsere Wege nicht mehr so häufig. Sie sind oft nicht zu Hause oder schon wieder weg wenn ich von der Schule komme und ich gehe morgens vor ihnen aus dem Haus. So ergibt es sich vielleicht noch zweimal in der Woche dass wir miteinander essen. Das ganze Leben zu Hause, wer ist wann wo und macht was, geht einfach an mir vorbei, wie wenn ich in einer Glaskugel sitzen würde.
Ich hoffe sehr, dass sich dies nach Abgabe meiner Bachelorarbeit ändern wird und ich vermehr Zeit finde um mein Sozialleben zu pflegen.
Ich hoffe schwer, dass dies ein Einzelfall ist und nicht allzuviele Studis mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben. Aber irgendetwas sagt mir, dass ich leider nicht die einzige bin...
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Liebe Martina,
AntwortenLöschenich muss dir leider bestätigen, dass auch mein Privatleben so ziemlich auf Eis gelegt ist seit dem Beginn des Wintersemesters und nun Ende März immer mehr.
Die Prioritäten sind im Moment klar verteilt. 1. Priorität hat bei mir die Bachelorarbeit, was in den letzten Wochen meine gesamte Freizeit einnimmt. Es ist schwierig, sich einige Stunden pro Woche für das Freundschaften plfegen freizuhalten, denn mich persönlich plagt ständig ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir Zeit abseits der BA gönne.
Ich hoffe schwer, dass sich diese unangenehme Lebensweise Ende März verabschiedet und wir das Leben wieder mehr geniessen, schätzen und achten können. Wenn ich jedoch in meine Agenda schaue, trübt sich meine Hoffnung gewaltig...
Ich denke, dass es zurzeit fast allen so geht… Deshalb Kopf hoch: es kommen auch wieder bessere Zeiten! Momentan sieht es zwar noch eher trist aus, aber die Zeit vergeht ja bekanntlich wie im Flug…
AntwortenLöschenFreundschaften zu pflegen, finde ich einen ganz wichtigen Bereich im Leben. Ich denke aber, dass gute Freunde/Freundinnen auch solche „Ausnahmesituationen“ verstehen und dies einem nicht übel nehmen. Dennoch glaube ich, dass man gerade in stressigen Momenten einmal abschalten, sich etwas Schönes gönnen und etwas mit seinen Kollegen/Kolleginnen unternehmen soll.
Für deine Zukunft wünsche ich dir, dass du solche „Energie-Pausen“ einplanen kannst und du auf viele, verständnisvolle Mitmenschen triffst.
Ein Leben in der Glaskugel ist nicht gerade eine schöne Vorstellung. Das Leben sollte sich nicht nur um die Schule drehen. Diese strenge Zeit verlangt wohl von jedem Student/in sehr viel.Ich hoffe du wirst bald wieder Zeit für Freunde und Eltern finden. Irendwie befinden sich zur Zeit alle Studis, des letzten Semesters, in einem Schnellzug der keine Zeit für einen Stopp zulässt.
AntwortenLöschenMfg
Georg
Hallo Martina
AntwortenLöschenLeider ergeht es mir fast gleich wie dir, obwohl ich sehr nahe der PH wohne. Jedoch sehe ich meine Familienmitglieder auch nicht sehr oft, denn wenn wir alle einmal zu Hause wären, muss ich sowieso für die PH oder das Praktikum arbeiten. Auch der Kontakt mit meinem Freundeskreis ist momentan nicht so stark wie auch schon und ich hoffe auch bald, dass die stressige Zeit etwas besser wird. Jedoch denke ich, dass dieses Semester einfach brutal ist und der Stress erst zu Ende ist, wenn wir diplomiert sind. Das sind nicht so tolle Aussichten, aber die Realität.
Hallo Martina,
AntwortenLöschenauch mir ergeht es zur Zeit ähnlich wie dir. Die Bachelorarbeit nimmt viel Zeit ein und darunter leidet das Privatleben. Aber Kopf hoch, bald ist schon der Abgabetermin.
Wichtig ist einfach in dieser Zeit, dass man Prioritäten setzt und sich ab und zu auch bewusst Zeit für sich selbst und die Familie nimmt. Ich hoffe, dass du nach der stressigen Zeit wieder mehr Zeit für dich und deine Familie findest und diese auch voll und ganz geniessen kannst... ohne die BA im Hinterkopf.
Hallo Martina,
AntwortenLöschendieselben Erfahrungen mache auch gerade ich durch.Seit über einem Monat war ich nicht mehr bei meinen Eltern in Deutschland zu besuch. Von meinen Freunden ganz zu schweigen. Ich bin nur froh dass sowohl mein Freund, als auch die meisten meiner Freunde auch Studenten sind und nachvollziehen können, in welcher Situation ich mich gerade befinde:-)
Somit ist die Freude auf den Abschluss um so grösser. Zumindest für kurze Zeit etwas Freihat zu haben. Jedoch bin ich mir nicht sicher wie lange diese Freiheit anhällt...
Liebe Martina,
AntwortenLöschenLeider bist du nicht die einzige. Ich wohne auch noch zu Hause und muss feststellen, dass auch ich nicht mehr so viel mitbekomme wie sonst jeweils. Komme ich nach Hause, sage ich kurz "hallo" und verziehe mich nachher in mein Zimmer, da die Pflicht ruft. Oft sehe ich vor allem meinen Bruder nur noch kurz oder besser seine laute Musik macht ihn bemerkbar. Doch wenn ich zurück denke, haben wir auch schon lange nicht mehr wirlich miteinander gesprochen. Nur noch kurz hey, wie gehts oder was machst du. Zu viel mehr habe ich momentan leider gar keine Zeit mehr. Auch ich hoffe, dass ich nach meiner Ba wieder mehr Zeit habe, vor allem aber auch für meine Freunde, die momentan leider einen Schritt kürzer treten müssen!